Man könnte es auch so hören:

Begegne mir mit Güte. Und hilf mir, mir selbst mit Güte zu begegnen.“

Kyrie Eleison“ stammt aus dem Altgriechischen und heißt ganz schlicht:

Herr, erbarme dich.

Doch hinter diesen drei Worten steckt viel mehr als eine Bitte.

Es ist kein Betteln aus Angst, sondern ein leises, ehrliches Sich-Anvertrauen.

So, als würde jemand sagen:

„Ich bin nicht perfekt. Ich bin müde, unsicher, vielleicht verwundet –

aber ich bin da. Sieh mich. Halt mich.“

Erbarmen“ meint hier kein strenges Urteil von oben,

sondern Zuwendung, Mitgefühl, wohlwollende Nähe.

Ein Erkennen dessen, was menschlich ist – mit all seinen Brüchen.

Wenn man es so versteht, ist „Kyrie Eleison“ kein schweres Kirchenwort,

sondern ein warmes, zeitloses Flüstern zwischen Herz und Hoffnung.